eGK = ELEKTRONISCHE GESUNDHEITSKARTE / ZENTRALE TELEMATIK-INFRASTRUKTUR / ARZTGEHEIMNIS-CLOUD:                                                Wir wollen wegen Datenschutz/ Arztgeheimnis KEINE Online-Anbindung des Praxis-Netzwerkes und keine DAUERHAFTE Speicherung von Patientendaten in einem bundesweiten Datennetzwerk/ Cloud 

 

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Aktuell August 2020:

PatientInnen-Umfrage zur Elektronischen Patientenakte: 

<-------  Wortlaut siehe links. 

 

Kernfrage: WER VON UNSEREN PATIENTINNNEN MÖCHTE IN ZUKUNFT DIE PERSÖNLICHE KRANKENAKTE ZENTRAL IN EINEM BUNDESWEITEN COMPUTERNETZWERK SPEICHERN LASSEN?

 

Zwischenauswertung am 22.8.2020: 

92% unserer PatientInnen wollen KEINE zentrale Speicherung. 

 

Klar, eine Umfrage in unserer Praxis ist keine repräsentative Studie. Dennoch ist das Meinungsbild unserer PatientInnen für mich als Praxisinhaber sehr wichtig. 

 

Das Zwischenergebnis passt gut zusammen mit der Situation Frankreich. Dort gibt es die ePatientenakte schon ein paar Jahre. Patienten müssen AKTIV zustimmen (es gibt dort keine Tricks mit „Widerspruchslösung“ oder „Teil-Widerspruchsmöglichkeit“). Bisher haben erst 500.000 der 67 Millionen FranzösInnen JA gesagt zur zentralen Speicherung ihrer Krankenakte. Und in Frankreich gibt es aktuell zusätzlichen Widerstand, denn Großaufträge zur Speicherung wurden an Microsoft vergeben. Bei uns ist es Bertelsmann-Arvato, wobei in der Regel nicht mitgeteilt wird, bei welchen Anbietern die Krankenkassen ihre Server-Kapazitäten ordern. Zur Erinnerung: Zumindest Diagnosen-Codes (ICD-Diagnosen) werden in Deutschland von allen gesetzlich versicherten PatientInnen bereits seit 2000 gesammelt. Speicherung bisher nur bei der jeweiligen Krankenkasse, inzwischen sind aber die Krankenkassenserver in die „Cloud“ integriert.  

 

Hiermit möchte ich zur weiteren Teilnahme an der Umfrage aufrufen, insbesondere auch mögliche Befürworter dazu ermuntern.

Werden in Zukunft die Vorteile der zentralen Speicherung größer sein als die Risiken?  

Wird das Pleiten-Pannen-Projekt Telematik-Infrastruktur/ eGesundheitskarte in Zukunft Funktionssicherheit, Ausfallsicherheit und Alltagstauglichkeit haben?

Wird sich mittelfristig ein medizinischer Nutzen nachweisen lassen, der alle anderen Gefahren und irreversiblen Risiken weit überwiegt?

Werden die Gewinner mittelfristig PatientInnen und Ärzte sein oder IT-Industrie sowie "Gesundheitswirtschaft" und Datenhändler?

Fortsetzung folgt. 

 

WD

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Auf dieser Seite finden Sie Informationen zum seit 2004 von der Bundesregierung geplanten Projekt ELEKTRONISCHE GESUNDHEITSKARTE / TELEMATIK. Seit Gesundheitsminister Spahn wird das gigantische Digitalisierungs-Projekt mit erheblichem Druck und Zwangsmaßnahmen gesetzlich durchgesetzt. Es ist derzeit das größte Digitalisierungsprojekt weltweit ("Datenautobahn für das Gesundheitswesen"). Mindestesten 4 Milliarden EUR an Versichertenbeiträgen sind bisher dafür verwendet worden. Dabei gibt es bis heute nicht einmal ein Modellprojekt, in dem alle relevanten Funktionen praxisnah hätten geprüft werden können. Und es gibt bisher noch keine einzige medizinisch relevante Funktion. 

 

Viele Patientinnen und Patienten glauben aufgrund der Desinformation der vergangenen Jahre noch immer, es gehe dabei lediglich um die neue Versichertenkarte, genannt Elektronische Gesundheitskarte, auf der wichtige Patienteninformationen gespeichert werden sollen. 

Das ist falsch. Vor allem geht es um ein bundesweites Computernetzwerk, sozusagen um eine Totalvernetzung des Gesundheitswesens, wobei nicht nur Verwaltungsdaten und Medikamentendaten, sondern auch Diagnosen und Arztberichte in diesem Netz dauerhaft gespeichert werden sollen. Die Versichertenkarte ist dazu nur der Schlüssel, Arztberichte oder Röntgenbilder würden gar nicht auf die Karte passen. In aktueller Sprache heißt das: Ihre persönliche Krankenakte soll in einer "Cloud" gespeichert werden. 

Unsere Position: es spricht nichts dagegen, wenn Arztberichte verschlüsselt von Arzt zu Arzt versendet werden und im übertragenden Netz sofort wieder gelöscht werden. Die Gefahr besteht in der dauerhaften Speicherung von persönlichen medizinischen Informationen (Ihre Krankenakte) im Netz. Die Gefahren für das Arztgeheimnis sind groß. Zudem gibt es keinerlei Nachweis, dass die medizinische Behandlung durch die geplanten Maßnahmen verbessert wird. Das ist eine ungeheure Verschwendung von Versichertengeldern.  

 

Aus Gründen der Datensicherheit haben wir in der Vergangenheit unser Praxis-Computernetzwerk NICHT an das Internet angeschlossen und werden das auch in Zukunft nicht tun.

Bisher kann das Mega-Vernetzungprojekt nur eines, das sogenannte Versichten-Stammdaten-Management. Das bedeutet: In dem Moment, wenn Ihre Versichertenkarte (=eGK, Elektronische Gesundheitskarte) in das Chipkartenlesegerät in der Praxis gesteckt wird, soll unser Computer automatisch mit dem Computer ihrer Krankenkasse verbunden werden, um Daten abzugleichen. Als nächste Schritte ist ab 2021 die elektronische Arbeitsunfähigkeitbescheinigung vorgesehen und der elektronische Arztbrief. 

Was kaum zu glauben ist: ES GIBT NOCH IMMER KEINE AUCH NUR ANNÄHERND VOLLSTÄNDIGES MODELLPROJEKT. Daher ist die Funktionstüchtigkeit, die Alltagstauglichkeit nicht bekannt. Und von einem Beweis für eine Alltagserleichterung oder gar für einen medizinischen Nutzen kann keine Rede sein. 

Und die Sicherheit der Daten? Trotz aller technischen Sicherheitsmaßnahmen bleibt ein relevantes Restrisiko für Ihre individuellen Patientendaten, Arztberichte, Krankenhausberichte, wenn der Praxis-Server mit dem öffentlichen Netz verbunden ist. Das bedeutet eine große Gefahr für das hohe Gut Arztgeheimnis. Und große Ansammlungen von Daten in einer Cloud wirken wie ein Magnet für Hacker und Datenverwerter/ Datenhändler. 

 

Unsere Konsequenz: Auch in Zukunft werden wir NEIN zur Onlineanbindung sagen. Und das nicht nur aus Sicherheitsgründen, sondern vor allem auch, weil das gesamte Großprojekt eGK völlig unausgereift ist. Es ist bisher kein praktischer medizinischer Nutzen erkennbar. Die behauptete medizinische Nutzen ist reine Hypothese. 

 

 

August 2020: 

Zur Zeit läuft in unserer Praxis die 3. Patientenumfrage zur entscheidenden Frage: "Möchten Sie in Zukunft ihre Krankenakte in einem zentralisierten bundesweiten Computernetzwerk (=Cloud) dauerhaft speichern lassen?" 

Die erste Umfrage vor 10 Jahren und die zweite vor 5 Jahren haben ergaben eindeutige Ergebnisse, weit über 90% unserer Patienten lehnen die zentrale Patintendatenspeicherung ab. Wie ist das in anderen Praxen? Wie ist das bundesweit? Und warum ist den PatientInnen diese Frage in 15 Jahren nie von den Krankenkassen oder vom Gesundheitministerium gestellt worden?

 

 

 

Rückblickend: 

 

Übrigens wurde 2006 Jahr auf unsere Initiative hin eine Informationskampagne zur geplanten ELEKTRONISCHEN GESUNDHEITSKARTE eGK gestartet. Das Projekt Elektronische Gesundheitskarte/ Telematik  würde in der aktuell geplanten Form nur der Industrie und vielleicht den Kassen nützen, für Patienten und Ärzte aber vorwiegend Nachteile und Gefahren bedeuten. Vor allem sieht das Projekt vor, Ihre Patientendaten (Facharztberichte, Krankenhausberichte) in einem bundesweiten Datennetzwerk ("cloud") zu speichern, anstatt nur in der Praxis des Hausarztes oder der Fachärzte.

Wenn Sie Näheres wissen möchten, finden Sie weiter unten einige pdf-Dateien zum Herunterladen sowie einige wichtige Links zum Thema. Einige der Beiträge sind in Zeitungen, Zeitschriften und Online veröffentliche worden (Ärztezeitung, Medical Tribune, Deutsches Ärzteblatt, Zeitschrift für Allgemeinmedizin u.a.)

 

Stand Januar 2019: 

Für alle niedergelassenen Ärzte gilt eine gesetzliche Pflicht, bis zum 31.3.2019 die technischen Geräte für den Anschluss an die Telematik-Infrastruktur zu bestellen, damit zum 1.7.2019 alle Praxen an das bundesweite Netz angeschlossen sein sollen. Wenn nicht, werden die Praxen finanziell bestraft. 

 

Stand Oktober 2019: 

Unter dem gesetzlichen Zwang sind inzwischen etwa 60% der Arztpraxen an die Cloud angeschlossen. Etwa die Hälfte dieser Praxisinhaber lehnt das Projekt ab und hat den Anschluss nur wegen des Zwanges durchführen lassen. Etwa 40% verweigern den Zwangsanschluss und nehmen die "Strafzahlung" in Kauf, so auch wir. 

 

Stand April 2020: 

Seit dem 2. Quartal 2020 wurde gesetzlich der "Honorar-Abzug" = Strafzahlung für die Nicht-angeschlossenen Praxis auf 2,5% der Kassenärztlichen Einnahmen erhöht. Diese Strafe ist schmerzlich, ich nehme sie aber in Kauf, so wie viele andere auch. Noch immer wieder der Anschluss der Praxen an die "Arztgeheimnis-Cloud" von etwa 25% der ÄrztInnnen verweigert. 

 

Mai/Juni 2020: 

Aufgrund eines technischen Fehlers in der "Cloud" hatten etliche Wochen 80.000 der an die TI angeschlossenen Praxis keine Verbindung mehr mit dem Netzwerk und konnten keine Versichertenkarten mehr einlesen. Die Reparatur musste in den Praxen durch Techniker durchgeführt werden und war bis Juli noch nicht überall abgeschlossen. 

WAS PASSIERT EIGENTLICH, WENN TATSÄCHLICH IRGENDWANN DIE GESAMTE MEDIZINISCHE KOMMUNIKATION ÜBER DIE CLOUD LÄUFT? WAS PASSIERT BEI EINEM TOTALAUSFALL DER KOMMUNIKATION IM GESUNDHEITSSYSTEM? 

 

 

 

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ARZTGEHEIMNIS-CLOUD

Was ist das?  Ganz einfach, das ist der Kern der "Zentralen Telematik-Infrastruktur", wie es die Techniker nennen, aber nun im Klartext. Also die "Cloud" für die Gesundheitsdaten. Und was in der Gesundheitsdaten-Cloud gespeichert wird, was ist das? In einer Musik-Cloud wird Musik gespeichert. In der Foto-Cloud sind es Fotos. Und im Gesundheitswesen? Da ist es alles, was dem Arztgeheimnis unterliegt, also die ARZTGEHEIMNIS-CLOUD.

 

Wollen Sie das?

Wer will die Arztgeheimnis-Cloud?

 

 

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Offener Brief an Patientinnen und Patienten zur Elektronischen Gesundheitskarte eGK
deisss_eCard_Offener_Brief_an_Patienten_[...]
PDF-Dokument [254.2 KB]
Wartezimmerinfo eGK Gesundheitskarte 2006
Wzi_Elektronische_Gesundheitskarte_20060[...]
PDF-Dokument [120.4 KB]
Wartezimmerinfo eGK Gesundheitskarte 2011
Wzi_eGK_Gesundheitskarte_20111000.pdf
PDF-Dokument [93.4 KB]
Wartezimmerinfo Lesegeräte nicht angenommen
Wzi_eCard_Lesegeraete_Pauschale_nicht_an[...]
PDF-Dokument [80.5 KB]
eGK_Beitrag_taz
deisss_eCard_beitrag_taz_big_brother.pdf
PDF-Dokument [1.0 MB]
eGK_Ärztezeitung_2006_April
deisss_eCard_Aerztezeitung_seite1_titel.[...]
PDF-Dokument [283.1 KB]
eGK_Ärztezeitung_2006_April_Seite2
deisss_eCard_Aerztezeitung_seite2.pdf
PDF-Dokument [521.1 KB]
eGK_Ärztezeitung_2006_mai
deisss_eCard_aerzte-Zeitung_Titel_mai06.[...]
PDF-Dokument [269.7 KB]
eGK Ärztezeitung 2006 Mai Leserbriefe
deisss_eCard_aerzte-Zeitung_mai06_leser.[...]
PDF-Dokument [1.3 MB]
eGK_Fuchs_statt_Monster
deisss_eCard_Fuchs_st_Monster_f.pdf
PDF-Dokument [338.8 KB]
deisss Fuchs statt Monster Projektdetails Dezentrale Speicherlösung
DeisssW_eCard_Dezentrale_Gesundheitskart[...]
PDF-Dokument [53.2 KB]
Präsentation Historie der Kritik an der eGK
deisss_eCard_Praesentation_Kritik-Histor[...]
PDF-Dokument [7.7 MB]
Nein zur Teilnahme am Online-Rollout /Vertrag
deiss_eGK_Leserbrief_Teilnahme_online-ro[...]
PDF-Dokument [107.3 KB]
Brief an IT-Firma: Ablehnung Teilnahme Rollout
deisss_an_CGM_Albis_eGK_Teilnahme_online[...]
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Arztbriefe versenden: einfach und sicher OHNE Telematik
QZ_20140922_Digitalisierung_Zusammenfass[...]
PDF-Dokument [94.4 KB]
Ärzte werden geködert - Artikel in ZFA
deisss_eGK-Beitrag_in_ZFA_20141000.pdf
PDF-Dokument [1.9 MB]
Wartezimmerinfo zur eGK-Pfllicht ab 1.1.15
deisss_Wzi_eGK_Pflicht_20150101.pdf
PDF-Dokument [106.1 KB]
Wartezimmerinfo zum e-Health-Gesetz Stand Juni 2015
Wzi_eGK_Elektronische_Gesundheitskarte_J[...]
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eGK-Anhörung_Bundestag_Nov2015_Beitrag_Stoppt-die-eCard
eGK_anhoerung_Bundestag_buendnis-stoppt-[...]
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Telematik/ eGK-Cloud Stand Mai 2017 / Steckdose für 800Mio EUR
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Zentrale Telematik-Infrastruktur = Arztgeheimnis-Cloud
Grafik: Darstellung Grundstruktur und der Zugriffsmöglichkeiten auf die Gesundheitsdaten-Cloud
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Textbeitrag WD: Zentrale TI = ARZTGEHEIMNIS-CLOUD
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DeisssW_MT_Wenn Maschinen ePA lesen 2020[...]
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